Charaktere und Sprecher

Es begegnen Dir über 70 Figuren in diesem Hörspiel. Die wichtigsten Charaktere stellen wir Dir hier vor. Du kannst Dir auch einen Sprachausschnitt anhören, sodass Du weißt, wie sie klingen. Viel Spaß beim Kennenlernen!

Die Diebesbande »Ponterosa«

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Dieses fliegende Monstrum ist ein zum Luftschiff umgebautes Forschungsschiff. Mit der Wolkenmaschine an Bord, kann es sich einnebeln und wird vom Boden nur noch als Wolke erkannt. Wie es genau in den Besitz der Diebesbande kam, erfährst Du im Hörspiel.

Hoch oben, auf einem trigonischen Bergsee mitten in den Alpen, liegt das fliegende Schiff »Ocean Cloud« vor Anker. An Bord leben die Mitglieder der erfolgreichen Diebesbande »Ponterosa«. Über 40 Kunstdiebstähle weltweit haben sie schon auf dem Kerbholz. Dass sie noch nicht geschnappt worden sind, verdanken sie ihren äußerst fähigen Mitgliedern, die sich prima ergänzen:

Ninus – Der Meisterdieb gesprochen von Nils Kretschmer

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Ninus, ein 17jähriger Waisenknabe, zeichnet sich durch seine große Hilfsbereitschaft und seinen trockenen Humor aus. Er ist ein ausgesprochen begabter Kunstfälscher, der autodidaktisch die gängigsten Maltechniken erlernt hat. Durch sein fotografisches Gedächtnis behält er auch in jeder noch so verzwickten Lage den Überblick. Ninus ist ein überwiegend sehr euphorischer Charakter und Leute, die ihn nicht kennen, neigen dazu, ihn überheblich zu finden. Außerdem ist er versessen auf verschiedene Kunstwerke; sein Ehrgeiz bringt ihn manchmal aber in missliche Lagen.

Er ist Gründungsmitglied der Diebesbande und lebte – nachdem er mit 13 Jahren aus dem Waisenhaus ausgerissen war, bei dem verkrachten Maler Manfred Rüttenscheid, der ihm nicht nur in vielen Zeichentechniken, sondern auch im professionellen Einbruch unterrichtet.

Julius – Das Planungsgenie gesprochen von David Vormweg

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Julius ist ein Planungsgenie und seine Recherchen sind hieb- und stichfest. Im Gegensatz zu seinem euphorischen Kumpel Ninus ist der 16jährige sehr ruhig und bedacht. Nach außen hin wirkt er ängstlich und mahnt auch häufig zur Vorsicht. Er hat den Vorteil, alles zu erfassen und alle Eventualitäten zu bedenken. Neben einem Plan B hat er auch immer noch mehrfach redundante Pläne C-Z parat, was gerade im Diebesgeschäft dafür sorgt, dass jeder bisher heil aus allen Schlammasseln entkommen ist. Er reflektiert mit den anderen auch gerne darüber, was man an der zukünftigen Planung verbessern kann und baut dies in weitere Pläne ein.

Er war mit Ninus im Waisenhaus sehr gut befreundet. Daher wollte Ninus ihn für die neugegründete Diebesbande rekrutieren. Er spürte Julius als Verdingkind auf einem Bauernhof auf und nahm ihn direkt mit. 

Merva – Kapitän und Anführerin gesprochen von Marie Schendel

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Merva ist die einzige Frau in der Diebesbande und benimmt sich ein wenig wie die Rote Zora. Sie gilt in der Diebesbande als Kapitän, während Ninus für die künstlerische Leitung der Diebstähle verantwortlich ist. Merva ist relativ eitel und unnachgiebig, in Wirklichkeit sorgt sie sich aber sehr um das Wohl ihrer Freunde. Außerdem ist sie die Pilotin, wenn es darum geht die Ocean Cloud zu fliegen und gleichzeitig gibt sie die Anweisungen an ihre Crew. Nebenbei beherrscht sie den Nahkampf.

Die 17jährige ist sehr tatkräftig und brachte auch das Schiff mit, nachdem sie mit ihrem kleinen Bruder Taki damit vor ihrem Vater, einem Karawanenräuber, geflohen war.

Taki – Anwärter gesprochen von Luisa Wietzorek

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Taki ist Mervas kleiner Bruder und ist unschlagbar, wenn es darum geht, Rätsel zu lösen. Zudem wird der Zehnjährige oft als Lockvogel missbraucht. Insgesamt liebt Taki die Ruhe. Er kümmert sich um die Küche, lernt Trompete und sorgt für seinen Kartäuserkater Tiger. Er ist jedem gegenüber höflich eingestellt und streitet nie. Auch den Prinzen nimmt er von Anfang an als vollwertiges Mitglied der Gruppe wahr, während es mit den anderen ständig zu Streitereien kommt.

Er kam mit Merva und der Ocean Cloud vor vier Jahren nach Trilogien. Durch einige Zufälle stießen die beiden auf Ninus und zu dritt gründeten sie schließlich die Diebesbande »Ponterosa«

Fanta – Schiffstechniker gesprochen von Michael Wischniowski

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Fanta ist ein naseweiser, streitsüchtiger und besserwisserischer Zeitgenosse, der die Gruppe oft aufmischt. Dennoch ist er enorm hilfsbereit und die Zuverlässigkeit in Person. Trotz seiner 15 (fast 16) Jahre kann alles mit Technik und ist ein Genie auf diesem Gebiet. Er hat die »Ocean Cloud« wieder flugtauglich gemacht, ein Flugzeug gebaut und kennt sich mit Funkgeräten, Verschlüsselungsmechanismen und Alarmanlagen bestens aus. Ohne ihn wären viele Aufträge schlicht und einfach nicht machbar. So muss Technik!

Der Waise ertappte die Diebe vor drei Jahren bei einem Einbruch in der Hauptstadt. Er bat sie unbedingt, sich ihnen anschließen zu dürfen oder drohte die Polizei zu rufen. Letztenendes war es aber eine gute Entscheidung, ihn aufzunehmen – erst durch ihn wurde die Ocean Cloud flugfähig. 

Arthur – Ex-Thronfolger gesprochen von Linus Schütz

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Arthur ist der ehemalige Prinz von Trigonien, der genau an seinem 18. Geburtstag das Schloss räumen musste. Er besitzt seinen eigenen Kopf und ist in vielen Bereichen sehr naiv, da er glaubt, alles zu erreichen wäre simpel. Er verrät seine idealistischen Prinzipen nie und ist auch wenig offen für Neues. Insgesamt ist er vom Wesen her aber sehr neugierig. Im Umgang mit anderen ist er sehr humorvoll und freundlich, lässt sich aber auch sehr leicht verunsichern.

Da er mit höfischer Etikette bestens vertraut ist und durch seinen Rhetorik-Unterricht richtig gut schauspielern kann, ist auch er eine gute Ergänzung für die Diebesbande. Auch seine selbstredenden Sprachkenntnisse in Französisch und Italienisch machen ihn zu einem wertvollen Mitstreiter. 

Die Verbündeten der Diebe

Manfred – Maler (Hehler) gesprochen von Joscha Fischer-Antze

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Es ist fast genau so schwer, Diebesgut zu Geld machen, wie dieses zu »beschaffen«. Dieser Aufgabenbereich erfordert insbesondere erfahrene »Verkäufer«. Manfred ist selbst Maler und verkehrt daher auch in den passenden Kreisen. Zu seinen Bekannten zählen neben verschiedenen privaten Sammlern auch Staatsminister und sogar der ein oder andere Pate der neapolitanischen »Familie«. Als Ninus vor vier Jahren ausgerissen ist, nimmt er diesen unter seine Fittiche und lehrt diesen neben seinem Kunsthandwerk auch noch das Einbruchshandwerk.

Manfred selbst ist ungeheuer dreist, frech und nimmt sich so ziemlich alles heraus. Der finanzielle Umsatz seines Lebensstils ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Er bezieht ein wunderschönes Stadthaus in der idyllischen Hafenstadt Piran am Mittelmeer.

Heiko – Handlanger gesprochen von Tim Caspers

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Heiko Wattenscheider ist die rechte Hand des Hehlers Manfred. Der Klein-Gangster ist an sich ein sehr gutmütiger Charakter, zuweilen ein wenig mürrisch, aber sehr zuverlässig und er ist die Ruhe selbst. Sogar Manfreds Sticheleien prallen ohne weiteres an ihm ab.

Er kennt Manfred aus Marokko. Manfred, der auch eine Zeit in Marokko lebte, versorgte ihn mit ein paar Handlangerarbeiten, die nicht ganz legal waren. Aber dadurch entwickelte sich die Zweckfreundschaft zwischen Heiko und Manfred. Manfred war charismatisch und konnte auch junge Damen dazu bewegen, mit ihm zu flirten. Das imponierte Heiko und er wurde von Manfred mit nach Piran genommen, wo er für ihn bis heute ein treuer Handlanger und Freund ist. 

Rebecca – Hüttenwirtin gesprochen von Rose Lohmann

becki_portraitRebecca ist die Hüttenwirtin des Dreikopfhauses, einer Almhütte des Alpenvereins für Bergsteiger. Die toughe junge Dame versorgt die Diebesbande vor allem mit Lebensmitteln. Sie ist die Nichte von Manfred und landete als kleines Mädchen selbst im Waisenhaus. Auch sie wurde zur Kinderarbeit gezwungen. Sie hat aus eigener Kraft die Almhütte ins Leben gerufen.

Nachdem Ninus ausriss, versteckte er sich in den Bergen und stibitzte regelmäßig Essen aus dem Dreikopfhaus. Doch eines Tages wurde er von Rebecca erwischt. Als sie sich dessen Geschichte jedoch angehört hatte, wollte sie nicht, dass er wieder zurück ins Waisenhaus musste und kümmerte sich um ihn. Letztendlich gab sie ihn zu ihrem »nichtsnutzigen Onkel« in die Lehre, da Ninus sehr kunstinteressiert ist und sie gehofft hatte, dass ihr Onkel mal zu etwas taugen könnte. Natürlich lag sie damit aber sowas von falsch… 

Prof. Dr. Dr. Hackenberg – Wissenschaftler gesprochen von Martin Sabel

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Professor Dr. Dr. Korbinian Hackenberg ist eine Koryphäe auf dem Gebiet archaischer Technologien. Daher führt er zwei Doktortitel und zwar in »Archäologie« und in der Ingenieurwissenschaft »Maschinenbau«. Seine Leidenschaft für antike Apparate und verschollene Technologien erforscht er in seinem eigenen wissenschaftlichen Institut direkt beim Deutschen Museum in München. Auch hat er die »Ocean Cloud«, das fliegende Schiff der Diebesbande nach Plänen des »Fliegenden Holländers« entworfen und flugfähig ausgebaut.

Der Professor ist sehr speziell – in gewisser Weise ist er fanatisch und begeisterungsfähig auf archaische Technologien, andererseits ist er schadenfroh und auch ein wenig durchtrieben. Er liebt es, anderen Streiche zu spielen und ist dabei auch selbst wie ein kleines Kind.

Die Gegenspieler der Diebe

Natürlich macht sich die Diebesbande mit ihren Diebstählen keine Freunde. Dennoch gibt es einige Gegenspieler, die ein besonderes Interesse an der Ergreifung der jugendlichen Straftäter hegen.

Rasputin – Staatspräsident gesprochen von Torsten Münchow

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Als ehemaliger Minister des Königs sorgte Rasputin dafür, dass es zu einem Volksentscheid zur Abschaffung der Monarchie in dem kleinen Land Trigonien kam. Angenehmer Nebeneffekt: Er wird selbst Präsident und kann im Land schalten und walten wie er will. Die königliche Familie wird komplett vor die Tür gesetzt.

Rasputin möchte nur das beste für sein Land – das ist seiner Meinung nach Fortschritt um jeden Preis. Er lässt Kinderarbeit zu, möchte Berggipfel zu Gunsten eines Flughafens opfern und Atomkraftwerke bauen. Eigentlich haben die Diebe nicht viel mit ihm zu tun. Doch da auch der Prinz unter den Dieben sein könnte, eröffnet Rasputin die Jagd. Denn er möchte seine Herrschaft unter keinen Umständen bedroht sehen. 

Hector Pierrot – Privatdetektiv gesprochen von Carl Bruchhäuser

pierrot_portraitHector Pierrot ist eine Hommage an die berühmte Romanfigur „Hercule Poirot“ von Agatha Christie. Hector hat eine ähnliche Laufbahn wie sein Vorbild hinter sich und wirkte auch in Großbritannien in der Grafschaft Kent als Privatdetektiv. Er ist sehr überzeugt von seinen Fähigkeiten. Schließlich ist er der Beste. Dabei legt er auch immer äußerst penibel wert auf seine belgische Herkunft.

Jetzt im Alter beschließt der pensionierte Detektiv mal eine Reise ins Tal der Könige zu unternehmen. Er bucht dabei eine Schiffsreise auf dem Nil, die auf dem putzigen Nildampfer „Osiris“ stattfindet. Was Hector zum Zeitpunkt der Buchung noch nicht weiß ist, dass es sich bei der „Osiris“ nur um ein getarntes flugfähiges Forschungsschiff „Ocean Cloud“ und bei der Crew um die getarnte Diebesbande „Ponterosa“ handelt, die plant, einige neu entdeckte Königsgräber zu plündern. Schließlich geraten sie aneinander und der emsige Detektiv verspricht den Dieben, sie zu fassen.

Jakob von Hagen – Palastwache gesprochen von Julian Bloedorn 

jakob_portraitJakob ist der beste Freund des Prinzen und ein Mitglied der Palastwache. Er ging mit Arthur durch dick und dünn und stand ständig an seiner Seite. In der Öffentlichkeit stand er sogar als Leibwache an seiner Seite. Er besuchte wie der Prinz die Marineakademie – die beste Schule Trigoniens – und war ein Jahr über ihm, weshalb er die Akademie bereits als bester seines Jahrgangs abschloss.

Der politische Wandel und die Verbannung der Königsfamilie steht nun dieser felsenfesten Freundschaft im Weg, da er zum Hauptmann der Palastwache avancierte. Außerdem ist sein Vater ein treuer Gefolgsmann von Rasputin. Jakob ist selbst sehr pflichtbewusst, aber durch die Freundschaft, die ihn mit Arthur verbindet in seiner Entscheidungsfreiheit oder besser in seinem Gehorsam gegenüber seiner Obrigkeit gehemmt. 

Die lange Leitung des Gesetzes

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Das Polizeiauto der Behörde Europolis: genau wie die Polizeibehörde eine Kooperation zwischen vier europäischen Ländern – in diesem Fall vier Autobauern (Fiat, Rover, Citroën und Volkswagen)

Die neugegründete europäische Polizeibehörde »Europolis« soll gegen Verbrechen die über die Landesgrenzen hinausgehen länderübergreifend einschreiten. Vergessen wir nicht: Das Hörspiel spielt 1963, da gab es also noch kein Interpol. Europolis ist daher der erste verzweifelte Versuch so etwas ins Leben zu rufen. Deutschland nimmt dabei die Sache noch relativ ernst (wobei das Europolis-Hauptquartier in Reutlingen verortet wird, wo es nicht weiter stört), doch die anderen europäischen Länder nicht so sehr. Daher schicken sie meist einen Vertreter, der im eigenen Land als entbehrlich eingeschätzt wird.

Klaus Bauer, Deutschland gesprochen von Yannick Heckmann

bauer_portraitEr war einst Hauptkommissar in Düsseldorf und ist bei seinen Kollegen nicht nur wegen seines kriminalistischen Spürsinns als vielmehr für seinen ausgeprägten Aberglauben bekannt. Daher wurde er auch als Leiter dieser Operation bestimmt. Diese Kommissar vereint alle deutschen Tugenden: Pedanterie, Aberglaube, Tennissocken in Sandalen, Dackeltick und Sparsamkeit.

Felice Massetti, Italien gesprochen von Stefan Oberle

massetti_portraitDer aus Bologna stammende Carabinieri-Hauptmann ist der wohl furchtloseste Polizist in ganz Italien. Dass er überhaupt noch lebt, hat er der Mafia zu verdanken, die ihn einfach ganz amüsant findet. Denn Massetti ist immer vorschnell unterwegs und legt sich furchtlos mit jedem an. Ein klarer Fall für Europolis.

Gerard Mercier, Frankreich gesprochen von Leonhard Meier

mercier_portraitSein unglaubliches Talent im Autofahren macht Mercier zu einem wichtigen Mitstreiter. Denn er sorgt dafür, dass die Streife schnellstmöglich vor Ort ist und er findet auch immer einen Parkplatz. Es gibt dabei nur zwei Probleme: Erstens ist der Parkplatz selten groß genug für den Einsatzwagen und zweitens kommt er auch meist zu spät, was daran liegt, dass er notorisch zu spät losfährt.

Lloyd Hecket-Fortescue, Vereinigtes Königreich Sprecher wird noch bekannt gegeben

hesketh_portraitBei der Londoner Verkehrspolizei hat er sich nicht nur durch eine besonders hohe Quote von Verkehrskontrollen einen Namen gemacht – er glaubt auch alles, was man ihn sagt. Ja, auch den Verbrechern. Soviel guter Wille qualifiziert ihn direkt für die Europolis und so war er der erste Inspektor auf der Liste, den Großbritannien nach Deutschland entsandte.