Geschichtliches

Das Land »Trigonien« stellt sich vor

Die Geschichte von »Weltenbummler und Meisterdiebe« spielt in einer leicht veränderten Realität in den 1960er Jahren. Die Helden, also die Diebesbande rund um die genialen Meisterdiebe Ninus, Julius, Merva, Taki und Fanta kommen nämlich aus einem kleinen Alpenland, mit dem sich der folgende Artikel näher befasst.

Es existieren bekanntlich zwei Arten von Königen: Da hätten wir einmal den gütigen König, der mit einem Parlament regiert und seinen Bürgern Mitbestimmung durch Wahlen ermöglicht. Oder wir nehmen den absoluten König, der neben einem engen Kreis an Beratern niemand weiteren an der Spitze duldet. Zugegebenermaßen ist die letzte Kategorie in Europa nach Ende des Zweiten Weltkriegs äußerst rar geworden. Aber auch die parlamentarischen Monarchen erfahren nicht unbedingt Bestandsschutz. Ein Beispiel zeigt uns das kleine Königreich Trigonien. Dieses – zugegebenermaßen erfundene – Alpenland mit Mittelmeeranbindung ist der Ausgangspunkt unserer Abenteuer, also die Heimat der jugendlichen Diebesbande, um die sich das Hörspiel dreht.

Trigonien ist kein großes Land. Viele Menschen würden es wahrscheinlich nicht mal auf der Karte finden. Im Grunde vereint es aber das Hochgebirge mit der Küste und knappst sich dafür knapp 30 Kilometer Mittelmeerküste ab. Im ganzen Land leben rund eine halbe Million Menschen, davon gut die Hälfte in der Hauptstadt »Falkenfurt«. Falkenfurt ist eigentlich ein beschauliches Gebirgsstädtchen, aber durch die Industrialisierung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die kleine idyllische Altstadt mit ihrem Schlossberg in der Mitte um einige Arbeiterviertel erweitert worden. Die Besonderheit der Stadt ist jedoch die Schwebebahn, die nicht nur die Arbeiter zu den Fabriken und Bergwerken am Stadtrand befördert, sondern auch als Touristenattraktion gilt.

Nicht weit entfernt von Falkenfurt befindet sich der »Dreikopf«, der mit stattlichen 2800 Metern den höchsten Gipfel Trigoniens markiert. Er stellt aufgrund seines dreigeteilten Gipfels einen besonderen Reiz für Bergsteiger dar, wird aber aufgrund des anspruchsvollen Anstiegs nur selten erklommen. Auf halber Strecke im Dreikopfmassiv liegt die Almhütte »Dreikopfhaus«, die auf gut 1600 Metern ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer ist. Nochmal gut 400 Meter höher hinter einem weiteren Gipfel liegt der Vogelsee, der wohl höchste Bergsee des Landes. Was es damit wohl auf sich hat?

Denn die Titelhelden, unsere Meisterdiebe, verfügen über ein flugfähiges Forschungsschiff, welches natürlich nur im Wasser landen kann. Da der Vogelsee von allen Seiten nahezu uneinsehbar ist und man ihn nur durch einen äußerst gefährlichen Aufstieg durch eine Klamm erreichen kann, liegt die Vermutung nahe, dass dieser wohl ein heißer Kandidat für den Ankerplatz des fliegenden Diebesschiffes ist.

Um nun aber wieder den Bogen zurück zu den Geschehnissen rund um das Königshaus zu spannen: Die trigonischen Bürger haben ihre Monarchie abgewählt. Zu teuer, zu langsam, zu altmodisch. Aufgrund der demokratischen Strukturen, die ihnen der aktuelle König Gregor von Löwenthal zugesichert hat, bieten Volksentscheide hier sogar die Möglichkeit, die Verfassung zu verändern. Doch damit nicht genug: Die königliche Familie wird nicht nur all ihrer Ämter enteignet, sondern auch all ihrer Besitztümer. Das bedeutet: Der König wird samt Königin und den beiden Kindern, dem 18jährigen Thronfolger Prinz Arthur und der neunjährigen Prinzessin Johanna, vor die Tür gesetzt. Ohne ein Dach über dem Kopf sind die vier von nun an auf sich allein gestellt.

Wie gut, dass Arthur ein paar Geheimgänge ins Schloss kennt, von denen außer ihm sonst niemand weiß. Eines Abends schleicht sich der junge Thronfolger in das Schloss, um dort eine Kiste Spielzeug zu bergen, die er als Kind unterhalb der Gemäldegalerie versteckt hat. Arthur wählt dafür einen Zeitpunkt, an dem ein Ball zu Ehren des neuen Präsidenten im Schloss abgehalten wird. Durch die Festivität hat er freie Bahn. Doch nicht nur der junge Prinz hat sich diesen Termin gut überlegt, sondern auch die Diebesbande. Durch die Ablenkung aufgrund des Balls können sie mit einem raffinierten Plan in die Gemäldegalerie einsteigen und Teile ihres wertvollen Inhalts entwenden. So zumindest der sehr genau und akribisch vorbereitete Plan. Doch sie haben die Rechnung ohne Arthur gemacht.

Er läuft den Dieben in die Arme und ist so entsetzt, dass diese die königliche Gemäldesammlung entwenden, dass er die Wachen herbeiruft. Allerdings hat Arthur dabei ganz vergessen, dass er nicht mehr der Prinz ist und sich auch im Schloss nicht mehr aufhalten darf. So wird er gleich mitverhaftet und mit den anderen gefangen gehalten. Der neue Präsident Rasputin Walderschwang ist hocherfreut, den Königssohn samt Dieben auf frischer Tat ertappt zu haben. Er schiebt dem Prinzen die Mittäterschaft in die Schuhe. So kann er der königlichen Familie noch eines reinwürgen. Er lässt die Einbrecher in das alte Schlossverließ sperren. Am nächsten Morgen würde sich die Polizei um sie kümmern.

Dies ist gleichzeitig der Anfang der Geschichte um »Weltenbummler und Meisterdiebe«. Wie es weitergeht und was noch alles passiert, erfahrt ihr im fertigen Hörspiel, das voraussichtlich am 5. Dezember dieses Jahres erscheinen wird. Weitere Einblicke geben Euch die angefügten Konzept-Arts sowie weitere Artikel, die noch kommen werden. Beim nächsten Mal stelle ich Euch die Figuren genauer vor. Habt Spaß beim Stöbern!

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